Up-Regulate vs. Down-Regulate

Up-Regulate vs. Down-Regulate

Sympathikus vs. Parasympathikus

Leistungsfähigkeit, und am besten mehr davon, im Leben ganz allgemein, ein gerne gelesen und beschriebenes Thema. Allerdings beziehen sich viele Posts, Texte, Studien und Erfahrungsberichten oft fast exklusiv auf eine Regulierung des Gemütszustandes hin zur Seite der Erholung, zur Seite der Runter-Regulierung des zentralen Nervensystems (ZNS), bzw. dem Teil davon auf den wir Einfluß nehmen können. Das Ziel hierbei, die Aktivierung des Parasympathikus, einer von drei Teilen unseres vegetativen Nervensystems. Auch oft Ruhenerv oder Erholungsnerv genannt.

Die meisten Menschen verbringen einen Großteil ihrer Lebenszeit, wenn sie nicht gerade schlafen, auf der anderen Seite des Spektrums des ZNS. In einem Zustand, in dem der Sympathikus aktiv ist – zuständig für (d)eine Leistungssteigerung ganz allgemein. Und zu viel Leistungssteigerung… wird sich rächen wenn man sich nicht um einen Ausgleich bemüht.

Aus meiner Sicht macht die Suche und konsequente Implementierung von Routinen die den Parasympathikus aktivieren absolut Sinn! Ich denke es gibt sehr wenig Fälle bei denen sich chronische Erkrankungen entwickeln weil Person X über einen längeren Zeitraum einfach zu entspannt war. Andersrum, zu viel Aktivierung des Sympathikus, zu viel „Fight or Flight“, ist bewiesen ein Auslöser, vor allem in unserer westlichen (Leistungs-)Welt, für chronische Erkrankungen in diversen Facetten. Hier hilt dann auch unsere westliche Schulmedizin oft nicht mehr als lediglich die Symptome zu lindern. Der eigentliche Auslöser vieler chronischer Erkrankungen bleibt aber ignoriert, dabei liegt es meist in deiner eigenen Hand und Verantwortung!

Ein bewusstes Runter-Regulieren, oder auch das gewollte Erreichen eines entspannten Gemütszustand, kann durch viele verschiedene Praktiken gelingen, wobei es hier nicht die eine oder andere goldene Methode gibt die für alle gleichermaßen funktioniert.

Was hier funktioniert, um erfolgreich Einfluss auf das eigene ZNS nehmen zu können, muss jeder für sich herausfinden.

Fakt ist aber, wir alle haben jederzeit Tools zu unserer freien Verfügung, die es uns sofort und umgehend ermöglichen, selbst Einfluss darauf zu haben, auf welcher Seite des ZNS wir uns aktuell befinden, z.B Atmung, Visualisation, Musik, Bewegung, gezielte mentale Fokussierung und Körperhaltung um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Dieser Blog soll allerdings nicht zum wiederholten Mal beschreiben wie wichtig es ist, dass man auch mal „runterkommen“ muss zwischendurch, sondern viel mehr dass es ganz allgemein wichtig ist, sich zum einen Klarheit darüber zu schaffen welche Wege es gibt um auf den eigenen Zustand Einfluss nehmen zu können, und zum anderen dass es ab und an eben auch wichtig ist das eigene ZNS nicht nur nach unten stimulieren zu können, sondern eben auch auf die aktive Seite, die Fight or Flight – Seite des ZNS, wenn es die Situation erfordert zu aktivieren.

Stell dir vor dein Auto fährt von alleine immer im Standgas im ersten Gang, und die einzige Alternative die hast ist der Leerlauf (Aktivierung des Parasympathikus im Übertragenen Sinne). Ein solches Auto würdest du dir wohl kaum anschaffen, richtig? Ein paar weitere Gänge nach oben für mehr Leistung sind dann eine gute Option bei Bedarf. Das Leben, in all einen Facetten und Dynamiken, fordert mehr als nur die Wahl zwischen dem ersten Gang und dem Leerlauf, und dann ist es gut zu wissen wo der zweite, dritte, vierte und fünfte Gang sind. In anderen Worten, welche Mittel stehen dir zur Verfügung deinen Gemütszustand eben nicht nur runterregulieren zu können, sondern bei Bedarf auch zu aktivieren (Aktivierung Sympathikus).

Für den normalen Alltag gilt, im Idealfall befindest du dich nie zu lange auf der einen oder anderen Seite des Spektrums zwischen den Seiten Parasympathikus und Sympathikus des ZNS, sondern du sorgst durch ein paar einfache Routinen dafür, dass sich die beiden Seiten immer im Lot halten. Wenn überhaupt eine Tendenz mit erhöhter Aktivität einer der Seiten des ZNS festzustellen ist, dann sollte es die Aktivierung des Parasympathikus sein. Leichter gesagt als getan, denn da wir keine Maschinen sind ist dieses Equilibrium bei den meisten Menschen ein sensibler Zustand, womit sich auch die Bedürfnisse um im selbigen zu bleiben stetig und dynamisch ändern. Eine der vielen Dynamiken des Lebens.

Hierzu auch passend: „Daily Kompass“!

Sollte das Leben aber fordern, dass du in den nächsten Gang nach oben oder unten schaltest, ist es mit Sicherheit hilfreich Gewissheit darüber zu haben welche Optionen du hast.

Ein guter Ausgangspunkt hier wäre, dass du bei Bedarf mindestens je 2 Optionen um sowohl „online“, als auch „offline“, aktiv Einfluß auf deinen Gemütszustand nehmen kannst.

„Online“ beschreibt hierbei dass du, was auch immer du unternimmst um dein ZNS zu beeinflussen, diese Aktion ausüben kannst während die Dinge am geschehen sind, mitten in deinem Alltag.

„Offline“ steht hierbei für eine zielgerichtete Einflussnahme auf dein ZNS in deiner eignen Zeit die du nur mit dir selber verbringst, weg vom Geschehen des Alltag.

Um dies ein bisschen zu verdeutlichen im Folgenden jeweils 2 Offline- und Online-Beispiele:

  • Offline zur Entspannung: Meditation
  • Online zur Entspannung: Atmung
  • Offline zur Aktivierung: Visualisation
  • Online zur Aktivierung: Atmung

Wie du siehst steht hier „Atmung“ als Beispiel zur Beeinflussung deines ZNS als Offline-Tool und als Online-Tool. Falls das Thema Atmung bei dir bisher noch nicht viel bewusste Beachtung erhalten haben sollte, so möchte ich an dieser Stelle auf jeden Fall empfehlen diesen Bereich, die Möglichkeiten der sofortigen und für jeden zu jeder Zeit zur Verfügung stehenden Einflussnahme auf deinen Gemütszustand, mehr Beachtung zu schenken. Unsere Atmung ist aus vielen Blickwinkeln ein faszinierendes Thema. Unser Körper regelt die Atmung komplett selbstständig wenn wir uns nicht darum kümmern. Trotzdem haben wir zu jederzeit die Möglichkeit unsere Atemmuster aktiv zu verändern. Es gibt etliche Studien zum Thema Atmung und wie diese innerhalb nur weniger Sekunden u.a. deine Stimmung, deinen Blutdruck, deine (Stress-)Hormonproduktion beeinflussen kann. All dies steht dir zu JEDER Zeit, in jeder Situation zur Verfügung!

Wie genau du diesen Artikel für dich verarbeitest, und was du aus den beschriebenen Ideen machst, dass bleibt an dieser Stelle dir, und deiner Motivation dich mit dir selber und den Möglichkeiten die du hast um deinen Gemütszustand zu beeinflussen, überlassen. Ich möchte jedem Leser ans Herz legen sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Denn deine Chancen dich im Alltag weniger überladen, überlastet und intensiven Situationen jeglicher Art gegenüber hilflos ausgeliefert zu fühlen, und mehr Erfolgsmomente, Selbstvertrauen und Sicherheit zu erlangen, steigen erheblich.

Beitrag von Sascha Müller
#thisdrivesme #Mindset

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